Ich bin ein Eichelhäher ...
und komme aus einer großen Familie. Wir sind allesamt Rabenvögel. Und wenn ihr meinen Gesang hört, wisst ihr, dass es stimmt. Aber ganz so unbegabt bin ich nicht. Denn ich kann durchaus die Stimmen von meinen entfernten Verwandten, den Singvögeln, nachahmen.
Beobachten könnt ihr mich vor allem in Laub- und Mischwäldern. Hier fühle ich mich pudelwohl, äh, rabenwohl, und das nicht nur im Frühling und im Sommer.
Hier könnt Ihr mal hören, wie ein richtiger Eichelhäher klingt. >>
Auch im Winter lass ich´s mir gut gehen
Denn ich nutze den Herbst, um mir einen Nahrungsvorrat anzulegen. Dann sammle ich nämlich Eicheln und Bucheckern und verscharre sie überall im Waldboden. Guckt es euch doch einfach an.
Neulich haben sich zwei Förster über mich unterhalten. Die nennen meine Vergesslichkeit Naturverjüngung. Das ist Försterlatein und bedeutet, dass sie nicht künstlich von Hand Laubbäume pflanzen müssen. Das kann der Wald auch mit Hilfe meiner Vergesslichkeit ganz allein. Gut so, denn dann stören die Menschen nicht so viel herum im Wald.
Buchen und Eichen für alle
Trotzdem bin ich ja mal froh, dass die Menschen die vielen Kiefernwälder in Brandenburg jetzt zu Mischwäldern umbauen. Stellt euch nur vor: mehr als drei Viertel aller Bäume hier sind noch Nadelbäume. Mehr Buchen und Eichen, das heißt ja auch mehr Bucheckern und Eicheln für mich. Zudem gibt es mehr Tiere, die an und von diesen Bäumen leben, besonders leckere Insekten und Larven. Mal unter uns: die schmecken mir vorzüglich.
Bevor ich’s vergesse: Ich habe euch ein kleines Online-Spiel gebastelt. Da könnt ihr Geschicklichkeit und Wald-Wissen testen. >>
Verwandte überall
Meine Art gibt es allerdings nicht nur in Brandenburg und in weiten Teilen Europas. Wir sind sehr international. In vielen Sprachen haben wir unsere eigenen Namen. In Finnland heißen wir närhi, in Portugal gaio-comum, die Spanier nennen uns arrendajo común, die Schweden nötskrika, die Russen und Bulgaren soyka und die Japaner kakesu. Am allercoolsten finde ich den Namen meiner englischen Verwandten: jaybird. Und da hab’ ich diese Seite für euch auch gleich JAY_KIDS getauft.
Übrigens, …
neulich traf ich sogar Verwandte aus Nordwest-Afrika und China. Wir hatten uns viel zu erzählen. Aber eins beruhigt mich doch. Besser Singen als ich, können die auch nicht.






