1. Argumente für die ökologische Bewirtschaftung der Wälder
- intakter Naturraum vor der Haustür: stille und aktive Naherholung für Brandenburger und Berliner als heilsamer Ausgleich zu städtischem Alltag
- Entwicklung der ländlichen Räume: Naturtourismus im Landeswald
- wachsender Bedarf an Bildung, Erholung und Erleben: Waldpädagogik seit 1995
2. Lust auf Wald

Naturtourismus. Die brandenburgischen Großschutzgebiete lassen heute schon erahnen, wie malerisch, romantisch und geheimnisvoll die naturnahen, ökologisch bewirtschafteten Wälder sein können - Orte der Ruhe und Schönheit, zum Durchatmen und heilsamen Entspannen. Stressgeplagte Städter nutzen den Naturraum vor ihrer Haustür immer häufiger zur aktiven Erholung mit Mountainbike fahren und Nordic Walking. Die Freigabe der Waldwege im Landesforst als Reitwege eröffnet die Möglichkeit, reizvolle Landschaften hoch zu Ross zu erkunden. Bestehende Angebote wie der Reitpark Melchow und das Wanderreiten mit Förstern bei Zesch am See beweisen: Reiten durch den brandenburgischen Wald ist touristisch attraktiv.

Belebung. Frische Waldluft stärkt das Immunsystem. Kinder gewinnen beim freien Spiel in der Natur an Kraft und Ausdauer, an Sicherheit und Selbstvertrauen. Der Abenteuerspielplatz Wald hat einiges zu bieten: auf Bäume klettern, an Ästen hangeln, auf umgestürzten Bäumen balancieren oder einfach nur auf dem Waldboden laufen und springen. Geschicklichkeit, Motorik und soziales Lernen lassen sich im Wald besonders gut erreichen. Vielfältige Formen, Farben und Phänomene regen die Fantasie an. Unsere Sinne - Sehen, Fühlen, Hören, Riechen und Schmecken - sind im Wald ständig gefordert.

Waldpädagogik. Naturnähe zu erleben, Schönheit und Bedeutung des Waldes zu erfahren, Wissen zu erweitern und Spaß an der Natur zu haben, ist ein zentrales Anliegen der Forstverwaltung. Brandenburg erklärte als erstes deutsches Bundesland die Waldpädagogik zur Dienstaufgabe der Förster. Forst Brandenburg entwickelt seitdem in den zurzeit 230 waldpädagogischen Einrichtungen breit gefächerte Angebote als Antwort auf den wachsenden Bedarf nach bildendem und erholsamem Walderleben. Die Ergebnisse einer Umfrage im Jahr 2004 belegen es: fast 184.000 Brandenburger und ihre Gäste besuchten rund 7.000 waldpädagogische Veranstaltungen.
Informieren Sie sich unter www.waldpaedagogik.de über aktuelle Veranstaltungen.
Übrigens
Regionalparks. Neben den 15 Großschutzgebieten des Landes Brandenburg wie dem Naturpark Märkische Schweiz und dem Biosphärenreservat Spreewald sind mittlerweile acht Regionalparks wie die "Döberitzer Heide" und die "Barnimer Feldmark" ausgewiesen. Sie sollen das Berliner Umland nachhaltig umweltverträglich entwickeln. Grund ist der enorm hohe Erholungsdruck im Verflechtungsraum Berlin-Brandenburg. In einer seit 1995 bestehenden Planungsgemeinschaft haben sich deshalb Kommunen und regionale Akteure zusammengeschlossen.






